Wenn dein gespeicherter Ordner gerade voller wirbelnder, bonbonbunter Maniküren ist, die aussehen wie eine Poolparty in den 60ern, Glückwunsch: Du bist bei Pucci Nägeln gelandet. Der schickste Weg zu Designer-Vibes, ohne dafür Designerpreise zu zahlen.
Ein kurzer Emilio-Pucci-Refresh

Pucci ist das italienische Modehaus hinter einem der bekanntesten Prints überhaupt. Emilio Pucci war ein florentinischer Aristokrat und ehemaliger Olympia-Skifahrer, der Ende der 1940er mit dem Designen begann. In den 1960ern machte er Seide zur Psychedelik: wirbelnde, kaleidoskopartige Muster in lauten, clashenden Farben.

Der Jetset trug Pucci, Marilyn Monroe wurde in einem seiner Kleider beerdigt, und er entwarf nebenbei auch Airline-Uniformen sowie einen Teil eines Apollo-Space-Patches. Ganz normale Nebenjobs also.

Man nannte ihn den Prince of Prints, und siebzig Jahre später sitzt der Titel immer noch. Eine Pucci-Maniküre ist deshalb nicht einfach nur „bunte Swirls“. Sie bringt Dolce-Vita-Glamour, italienische Sommer und eine ordentliche Portion Modegeschichte auf zehn Nägel.
Warum der Swirl-Print plötzlich überall ist

Jahrelang wirkte Pucci eher wie ein Vintage-Fund als wie ein aktueller Trend. Das änderte sich, als Camille Miceli 2021 die kreative Leitung des Hauses übernahm und sich durch das Archiv arbeitete.

Sie brachte alte Prints wie den marmorierten Marmo-Swirl und das wellenartige Vivara-Muster zurück – aber so gestylt, dass sie für eine Generation funktionieren, die die 60er nur aus Pinterest-Boards kennt.

Aus Runway-Momentum wurden Celebrity-Looks, daraus ein Resale-Hype, und irgendwann war „Pucci Girl Summer“ plötzlich ein echter Ausdruck: Internet-Slang für die Saison, in der der Swirl-Print alles übernimmt – bunt, maximalistisch und sehr Dolce Vita.

Nägel waren der logische nächste Schritt, denn dieser Print ist praktisch für Maniküren gemacht. Die Linien sind groß und simpel genug, dass schon ein paar Swirls sofort nach Pucci aussehen.
So trägt man Pucci Nägel
Der Print lebt von satten Farben, also ist die offensichtliche Route: Vollgas. Türkis, Magenta, Mandarine, Neon-Gelb, leuchtendes Grün – alles darf richtig knallen. Pucci liebt auch Farbkombinationen, die sich ein bisschen beißen: warm gegen kühl, Pink gegen Blau, Orange gegen Grün.

Die Swirls müssen aber nicht immer maximal laut sein. Pastelltöne funktionieren genauso gut: ein paar sanfte Linien, und der Look ist trotzdem sofort als Pucci zu erkennen.

Bei der Platzierung kannst du jeden Nagel mit dem Muster bedecken, die Swirls nur an den French Tips tragen oder erst mal mit einem Akzentnagel anfangen. Auch bei der Form gibt es keine Regeln. Pucci funktioniert auf Almond, Square, Stiletto oder Oval wie bei mir – also einfach auf der Form, die du ohnehin trägst.

Die Stimmung

Das ist der Grund, warum diese bunten Maniküren gerade so gut funktionieren: Wir hatten jahrelang Quiet Luxury, minimalistisches Beige und diese ganze „Ich bin sehr geschmackvoll“-Ästhetik. Inzwischen sind alle davon komplett gelangweilt. Pucci ist das Gegenmittel: laut, fröhlich und herrlich ein bisschen tacky.

Es ist die Energie der glamourösen italienischen Tante, die im Supermarkt Print auf Print trägt, mittags den zweiten Campari bestellt und in ihrem Leben noch nie etwas Beiges besessen hat. Trag den Swirl auf deinen Sommernägeln und deine brave Phase ist offiziell beendet.

